Reinkarnation 

ist es nur Glaube?

 

Viele von uns glauben fest daran, bereits einmal gelebt zu haben. Unzählige Bücher sind zu diesem Thema verfasst worden, doch ich kenne keines, welches meine ganz persönliche Theorie wieder gibt. Aber wir leben doch alle mit unserem ganz persönlichen Glauben und Weltanschauungen und jeder ist sich sicher, dass er Recht hat. Was wäre wenn wir alle Recht hätten? Ist der Glaube nicht immer nur ein Teilaspekt jener Realität, die für uns erfassbar und begreifbar ist?  Ist es denn nicht vielmehr so, dass jeder Glaube, jede Religion eine Existenzberechtigung hat, wenn sie den Menschen eine hilfreiche Stütze in diesem und auch im jenseitigem Dasein darstellt?

 

Den Glauben und dessen unzählige Facetten gilt es stets zu respektieren, denn er gibt Hoffnung, Stütze und auch Heilung und dabei ist die Religionszugehörigkeit stets zweitrangig. Ich persönlich liebe die Ausstrahlung, die Ruhe und auch die Gottesdienste die ich in christlichen sakralen Bauwerken finde. Genauso nahe fühle ich mich Gott oder auch der Göttin wenn ich in der Natur bin.

 

Die Symbolik der drei Seinsebenen spiegelt sich auch in der Trinität der Göttlichkeit: Der Vater, der Sohn und der heilige Geist, aber auch die Göttinnensymbolik der Jungfrau, Mutter und weisen Alten. Wir erkennen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in ihnen genauso, wie in den alten Schicksalsgöttinen Urd, Verdandi und Skuld.

 

Die drei Welten der realen Welt, der Anderswelt und des Himmels symbolisiert ein Dreieck, welches mit der Spitze nach oben zeigt. Der Einfluss der göttlichen Kraft, oder auch des heiligen Geistes auf die unteren Ebenen wird durch ein Dreieck symbolisiert, welches auf der Spitze steht. Die Welten, die Seinsebenen sind stes miteinander verbunden. Der heilige Geist wirkt durch alle Ebenen hindurch. Erkennen kann man dies, wenn man die beiden Dreiecke übereinander legt: man erhält das  Hexagramm, besser bekannt als der Davidstern.   

Im Bereich der Psychologie erkennen wir im Instanzmodell Freuds ebendiese Trinität: das ES mit seinen Urtrieben, das ICH unserer Selbst und das ÜBER-ICH, welches die moralischen, ethischen und Gesellschaftlichen Ideale verkörpert.

 

Weshalb Wiedergeburt?

Nichts geschieht im ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens ohne tieferen Sinn. Jedes Wesen, jede Pflanze, jeder Baum, jeder Stein ist in diesem Kreislauf miteinander verbunden. 

Zu Beginn weilten unsere Seelen bei dem, was wir Gott, Göttin, Allvater oder das große Unwissbare nennen. Die Seelen trennten sich von dieser Urmacht allein, weil sie es wollten und begaben sich auf ihre Reise durch die Zeit.

Der Sinn dieses Weges ist die Vervollkommnung. Eine Seele strebt vom Moment der Trennung mit der Allmacht zurück zu ihr und kennt kein anderes Ziel, als dass sie den Weg zurück findet.

Als Mineral sammelt die noch junge Seele erste Erfahrungen, wieder und wieder solange bis sie reif genug ist in ein weiter entwickeltes Wesen zu schlüpfen, einer Pflanze. Sie lernt die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme ihres materiellen und lebendigen Körpers. Wiedergeburt um Wiedergeburt bis sie mit weiteren Aufgaben betraut wird. Als Tier durchlebt sie alle Stufen der körperlichen Entwicklung bis sie nach Jahrtausenden von Wiedergeburten in den Körper eines Menschen geboren wird.

Doch hier ist erst eine winzige Stufe der geistigen Entwicklung erklommen und vor ihr liegt noch immer ein Großteil ihrer Reise zurück zum Beginn.

 

"Ich starb als Mineral und wurde Pflanze

Als Pflanze starb ich und wurde Tier

Ich starb als Tier und wurde Mensch

Warum also fürchten im Tod zu Nichts zu werden?

Bei meinem nachsten Tod werde ich Schwingen hervorbringen

Und Federn wie Engel

Dann mich höher aufschwingend

Was ihr nicht erdenken könnt

Ich werde es sein."

 

aus Merlyns Lehren von Douglas Monroe  ISBN-10: 3762605165

 

 

 Weshalb haben wir keine Erinnerungen an frühere Leben?

 

Würden wir all unsere Erinnerungen aus vorherigen Inkarnationen abrufbar parat haben, hatten wir keine Möglichkeit unvoreingenommen jene Situationen wirklich erstmalig zu durchleben, an denen wir uns weiter entwickeln sollen.

Bereits vor unserer Geburt legen wir den groben Lebensplan fest. Wichtig ist uns, dass dieses vor uns liegende Leben einen Sinn hat. An dieser Lebensplanung sind nicht nur wir allein beteiligt sondern eine Vielzahl von Seelen, die sich in ihren Erfahrungen ergänzen werden. Die Seele sucht sich jenes Lebensumfeld aus, von dem sie annimmt den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können und auch für andere, gleichzeitig inkarnierte Seelen hilfreich zu sein. Dieser grobe Lebensplan ist ein sehr komplexes Gebilde, mit einem Spinnennetz vergleichbar. Alle Lebenslinien sind miteinander verbunden und stützen sich gegenseitig. 

 

Nun sollten wir nicht den Fehler begehen und unser geistiges Begehren nach materiellen Besitztümern, von denen wir fälschlicherweise annehmen sie seien ein Zeichen von Erfolg, mit unseren seelischen Verlangen zu verwechseln.

Für eine Seele ist es vollkommen gleichgültig, in welchen irdischen Verhältnissen sie geboren wird und welche materiellen Werte sie erlangen kann. Sie hat einzig ein Ziel: die Vervollkommnung und Wiedervereinigung mit der Allmacht. Sie nimmt mitunter größte Qualen auf sich um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Es existiert für sie keine Frage des warum nur das Ziel zählt.

Unser Geist, durch den sich die Seele mitunter mitteilt, steht diesem Ziel manchmal im Wege und das ist der Grund für Selbstzweifel bei vielen unseren Entscheidungen.

 

 

Deja-vu Erlebnisse

 

Die meisten Menschen kennen das Gefühl schon einmal an diesem Ort, genau dieses Erlebnis erlebt zu haben.

Dieses Gefühl des schon-einmal-erlebten wird von der Wissenschaft einer Rückkopplung in unserem Gehirn zugeschrieben. 

Aber auch als Beweis für die Richtigkeit der Reinkarnation muss das Deja-vu Phänomen herhalten.

Beides trifft  wohl eher nicht zu.

Vor unserer Geburt durchleben wir, ähnlich wie im Moment unseres Todes, eine Vorschau auf das vor uns liegende Leben. Überkommt uns nun der Eindruck genau diese Situation bereits einmal erlebt zu haben, dann handelt es sich um eine Erinnerung an diese Vorschau